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Auftragsvergabe für Hauptmaschinen abgeschlossen
02.02.2021

02.02.2021 - Auftragsvergabe für Hauptmaschinen abgeschlossen

Die Lieferaufträge für die zwei Hauptmaschinen im neuen Pumpspeicherwerk wurden rund 12 Monate nach Erstellung der Ausschreibungen und intensiver Prüfung der eingegangenen Angebote vergeben. Die gesamte Auftragssumme beläuft sich auf rund 64 Mio Euro.

Die Aufträge für Pumpturbine, Motorgenerator und Stromrichter umfassen jeweils Konstruktion, Herstellung, Montage und Inbetriebnahme.
Unsere Auftragnehmer sind:

  • Pumpturbine mit Absperrorganen und Turbinenregler:
    Firma Voith Hydro GmbH & Co KG aus St. Pölten
  • Motorgenerator mit Erregungseinrichtung und Spannungsregler: 
    Firma Andritz Hydro GmbH aus Wien.
  • Stromrichter mit Generatorschaltanlage:
    Firma ABB Power Grids Austria AG aus Guntramsdorf.

Bis Ende 2021 werden die grundlegenden Eigenschaften und Abmessungen der jeweiligen Maschinen festgelegt. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Untersuchung und Beherrschung der Wechselwirkungen zwischen Maschinen und Bauwerken (Triebwasserweg, Kaverne, etc.) sowie mit dem elektrischen Netz.

2.000 Tonnen Stahl

Ab Anfang 2022 werden in den Werkstätten unserer Auftragnehmer rund 2.000 Tonnen Stahl und 50 Tonnen Kupfer in unterschiedlichen Qualitäten und Formen für die Herstellung der Maschinenteile verarbeitet.
Im August 2023 werden planmäßig die ersten Teile der Pumpturbine (Saugrohre, Unterwasserverschlüsse) auf die Baustelle geliefert und im untersten Geschoss der Maschinenkaverne montiert. Sie bilden den Anschluss an den Unterwasserstollen, der zum Speicher Kühtai führen wird.
Die Betonierarbeiten in der Kaverne (die übrigens vollständig aus dem Fels herausgesprengt wird) sollen im April 2024 fertiggestellt sein, im Anschluss kann die Hauptmontage der Maschinen und elektrotechnischen Anlagen beginnen.

26.01.2021 - Kurzfilme in der Filmdokumentation

Reinschauen lohnt sich - in der Filmdokumentation veröffentlichen wir immer wieder neue Kurzfilme zu interessanten Themen rund um die Baustelle.
Ganz aktuell: Lawinenschutz im Baustellengebiet.

02.10.2020 - Baustart für Renaturierung des Brunauer Wehrs

v.r. Vorstandsdirektor Johann Herdina, TIWAG-Projektleiter Klaus Feistmantl, Marcel Pachler (Raftingverband), Siegfried und Bruno Strigl (wasser-c-raft Rafting Ötztal), Bgm. Manfred Köll, Bgm. Josef Leitner, Hubert Wammes (Wassergenossenschaft Haiming).

Als eine von zahlreichen ökologischen Begleitmaßnahmen im Rahmen des Kraftwerks-ausbauprojekts im Kühtai ist diese Woche der Baustart beim Brunauer Wehr an der Gemeindegrenze zwischen Haiming und Sautens erfolgt. Die TIWAG nimmt rund drei Millionen Euro für die Herstellung der Durchgängigkeit der Ötztaler Ache für Fische und andere Wasserlebewesen in die Hand.

„Diese Maßnahme wird künftig die Fischpassierbarkeit ermöglichen und damit einen rund neun Kilometer langen Flussabschnitt der Ötztaler Ache als gewässerökologischen Lebensraum erschließen. Diese Gewässerstrecke ist damit wieder mit dem Flusssystem des Inn verbunden“, betont TIWAG-Vorstandsdirektor Johann Herdina: „Von der Neugestaltung werden aber nicht nur die Lebewesen im bzw. am Fluss profitieren, sondern auch Wassersportler, da potenzielle Gefahrenstellen beim Wehr beseitigt werden.“

Das bestehende Wehr wurde in den 1950er-Jahren errichtet und ermöglicht seitdem die Wasserentnahme aus der Ötztaler Ache zur Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen, unter anderem für den Obstbau in Haiming. Für Fische allerdings stellte der zwei Meter hohe Absturz bisher ein unüberwindbares Hindernis dar und auch für Wassersportler gab es gefährliche Rückströmungen, weshalb dieser Flussabschnitt nicht befahren werden durfte.

„Die Beseitigung dieser künstlichen Gefahrenstelle bedeutet eine enorme Aufwertung für den stark boomenden Rafting- und Kajaksport im Ötztal“, begrüßt auch Marcel Pachler als Obmann des Tiroler Raftingverbands diese Maßnahme. Die Bürgermeister Manfred Köll (Sautens) und Josef Leitner (Haiming) loben die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der TIWAG. Die Bewässerung der Obstanbauflächen bleibt damit gesichert.

Die Arbeiten werden jetzt in der Niederwasserperiode durchgeführt und sollen bis April 2021 abgeschlossen sein. Dabei wird flussabwärts die Gewässersohle angehoben und auf rund 300 Metern Länge eine Rampe mit einem Gefälle von zwei Prozent hergestellt. Die Uferböschungen werden mit großen Wasserbausteinen so gesichert, dass ein möglichst natürliches Erscheinungsbild entsteht.

26.06.2020 - Neues Ausgleichbecken in Stams nimmt Form an

Lokalaugenschein beim Kraftwerk Silz mit Vorstandsdirektor Johann Herdina und Projekt-leiter Klaus Feistmantl (re.).

Die Bauarbeiten beim neuen Schwallausgleichsbecken für das Pumpspeicherkraftwerk Kühtai laufen planmäßig. Das insgesamt 300.000 m³ fassende Becken auf Stamser Gemeindegebiet soll dazu beitragen, den Lebensraum im Inn nachhaltig zu verbessern. „Durch Einleitung des Kraftwerkabflusses in das Ausgleichsbecken wird der Schwall reduziert, bevor das Wasser in den Inn geleitet wird“, informierte TIWAG-Vorstandsdirektor Johann Herdina bei einem Lokalaugenschein: „Die TIWAG leistet damit einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Ökologisierung des Inn.“ Die Baukosten für das Ausgleichsbecken betragen rund 19 Mio. Euro, die Fertigstellung ist bis April 2023 geplant.

Aktuell ruhen die Bagger aufgrund des vorgeschriebenen Bauverbotes in der Vogelbrutzeit (15.04. bis 31.07.). Der Oberboden des insgesamt 100.000 m² umfassenden Beckens ist abgetragen. Es wurde bereits mit den Aushubarbeiten begonnen. Das Betonbauwerk als Verbindung zum Kraftwerkauslauf ist ebenso wie die Verlegeplattform für die Untergrundabdichtung sowie das Schlauchwehr fertiggestellt. Im Herbst werden die Aushubarbeiten fortgesetzt.

Großrevision im Kühtai vor Abschluss

Weit fortgeschritten ist auch die vorgeschriebene Großrevision bei den Kraftwerksanlagen im Kühtai. Die Inspektions- und Sanierungsarbeiten an den beiden Speichern wurden zwei Wochen früher als geplant abgeschlossen. Ende Mai konnte mit dem Einstau des Speichers Längental begonnen werden. Mittlerweile ist das Kraftwerk Silz mit beiden Maschinen wieder in Betrieb. Aktuell laufen noch restliche Arbeiten am Speicher Finstertal. Ab Mitte August steht dann auch der Pump- und Turbinenbetrieb der Oberstufe wieder zur Verfügung.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 60 Mio. Euro. „Wir haben die Außerbetriebnahme genutzt, um neue Möglichkeiten in der nachhaltigen Sedimentbewirtschaftung des Speichers Längental umzusetzen. Dadurch ist zukünftig eine vollständige Entleerung zu Revisionszwecken nicht mehr notwendig“, betont Herdina.

Vorarbeiten für Kraftwerkserweiterung

Der Baustart für die Hauptbaumaßnahmen zur Erweiterung der Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz ist für das Frühjahr 2021 geplant, vorbereitende Arbeiten laufen bereits seit Herbst 2019. Dazu wurden im Kühtai neue Biotope für Frösche und Bergmolche geschaffen sowie Ameisenhügel an sichere Stellen außerhalb des zukünftigen Baufeldes versetzt. Erst nach Abschluss dieser begleitenden Maßnahmen, können die Erdarbeiten beginnen. Zuvor wird noch der Oberboden entfernt und für die spätere Rekultivierung zwischengelagert.

Die vorbereitenden Umsetzungsmaßnahmen sind Teil der Genehmigung und erfolgen unter naturschutzbehördlicher Aufsicht und Kontrolle. Sowohl beim Ausgleichsbecken in Stams als auch bei den Vorarbeiten im Kühtai sind vorwiegend Unternehmen aus dem Tiroler Oberland beauftragt. Allein 2020 fließen damit rund 29 Mio. Euro an die regionale Wirtschaft.

Für weitere Auskünfte:

TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG

DI Johann Herdina

Vorstandsdirektor

T 050607 – 21011

22.06.2020 - Grünes Licht für Kühtai-Ausbau

Nach der letzten, offenen Entscheidung durch den Österreichischen Verwaltungsgerichtshof steht der für die Energiewende wichtigen Erweiterung der TIWAG-Kraftwerksgruppe im Kühtai nichts mehr im Wege. „Unser Kraftwerksprojekt ist im Zuge des elfjährigen Verfahrens über mehrere Instanzen hinweg geprüft worden. Mit dem nun vorliegenden Erkenntnis ist die umfassende Prüfung der Umweltverträglichkeit für die Errichtung und den Betrieb des Ausbaues Kühtai endgültig abgeschlossen und von allen Höchstgerichten bestätigt“, informiert TIWAG-Vorstandsvorsitzender Erich Entstrasser. 

„Der Ausbau der Wasserkraft ist neben dem Stromsparen und der Förderung weiterer, umweltfreundlicher Technologien Voraussetzung für die Energieautonomie Tirols“, freut sich auch Landeshauptmann und TIWAG-Eigentümervertreter Günther Platter über die Nachricht aus Wien: „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist dieses Projekt umso wichtiger als Konjunkturmotor für die Tiroler Bauwirtschaft. Unser Landesenergieversorger wird in die Erweiterung der bestehenden Anlage insgesamt fast eine Milliarde Euro investieren.“

Im Zuge der Erweiterung der Kraftwerksanlage im Kühtai sind ein zusätzlicher Speichersee mit 31 Millionen m³ Fassungsvermögen sowie ein Pumpspeicherwerk als zweite Oberstufe geplant. Die Speicherkapazität kann dadurch um rund 50 Prozent erhöht werden. Der offizielle Baustart ist für das Frühjahr 2021 vorgesehen. „Die Planungen sind weitgehend abgeschlossen. Mit den vorbereitenden Bauarbeiten im Längental wurde bereits im Herbst 2019 begonnen“, erklärt TIWAG-Bauvorstand Johann Herdina.