Bestehende Ressourcen,
neue Kraft

Beim neuen Kraftwerk Imst-Haiming kommt ausschließlich jenes Wasser zum Einsatz, welches zuvor bereits im Kraftwerk Imst zur Stromgewinnung verwendet wurde. Dadurch muss dem Inn kein zusätzliches Wasser entnommen und keine neuen Querbauwerke errichtet werden.

Die Weiterleitung und Verarbeitung des Wassers erfolgt über einen unterirdischen im Berg verlaufenden Triebwasserweg und eine Krafthauskaverne. So bleibt das Landschaftsbild erhalten und das Projekt fügt sich besonders naturschonend in die Umgebung ein.

Mio. kWh
erneuerbarer Strom können
damit jährlich erzeugt werden.
Projektbroschüre
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Das Projekt im Detail

Erkunden Sie hier in einem virtuellen Flug das gesamte Projektgebiet von Imsterberg bis Haiming. In Haiming öffnet sich der Berg und bietet einen tiefen Einblick in das geplante Kavernenkraftwerk und Stollensystem.

Haushalte
können durch die zusätzliche Erzeugung
ihren durchschnittlichen Jahresbedarf decken.

Im Inneren der Anlage Haiming

Das Kavernensystem des Kraftwerks Haiming umfasst neben der eigentlichen Kraftwerkskaverne und dem Portalbauwerk eine Vielzahl an Stollen. Das vom Kraftwerk Imst kommende Wasser wird über einen rund 14 Kilometer langen Triebwasserstollen zur Anlage Haiming geführt und dort zunächst in die Schieberkammer geleitet. In dieser Kammer kann der Wasserzufluss zu den Turbinen durch das Öffnen oder Schließen eines großen Absperrschiebers unterbrochen werden.

Das Kraftwerk im Berg

Die Maschinenkaverne des Kraftwerks setzt sich aus der Maschinenhalle und den Betriebsräumlichkeiten zusammen. Im Maschinenraum befinden sich zwei leistungsstarke Maschinensätze. Die Anlage wurde mit Blick auf zukünftige Erweiterungen konzipiert, sodass eine dritte Maschine bei Bedarf problemlos und ohne größere bauliche Eingriffe integriert werden kann.

Das Kraftwerk arbeitet im Normalbetrieb vollautomatisch und benötigt daher keine ständige Personalbesetzung. Der ferngesteuerte Einsatz der Kraftwerksanlage erfolgt durch die zentrale Leitstelle Silz, in die auch alle relevanten Anlagendaten und Messwerte übertragen werden.

Der Maschinensatz

Um die wertvolle Energie des Wassers in elektrische Energie umzuwandeln, kommen sogenannte  Maschinensätze zum Einsatz. Diese bestehen aus je einem Generator, einer Turbine und einer Maschinenwelle. In der Kaverne Haiming werden zwei dieser Maschinensätze installiert. Unter Vollast fließen bis zu 85 m³ Wasser pro Sekunde vom Einlaufbauwerk über den Triebwasserstollen durch die beiden Maschinensätze und generieren dabei jährlich 252 Mio. kWh erneuerbaren Strom.

Betriebsbecken

Das von der Bestandsanlage Imst abgegebene Wasser gelangt künftig direkt in ein neues Betriebsbecken. Von dort fließt es über ein spezielles Einlaufbauwerk und den Triebwasserweg weiter nach Haiming. Der bestehende Unterwasserkanal wird durch ein verstellbares Verschlussbauwerk abgesperrt, so dass bei Bedarf für den Raftingbetrieb eine Abflussaufbesserung im Inn bei Imst vorgenommen werden kann. Damit kann sicher gestellt werden, dass die Imster Schlucht auch künftig von den Raftern genutzt werden kann.

Der Triebwasserweg

Der neue Triebwasserweg führt das Wasser unterirdisch durch einen als Druckstollen  ausgeführten Tunnel zum Kraftwerk, wo es zur Stromerzeugung genutzt wird. Für den Bau des rund 14 km langen Stollens kommen abhängig von Gelände und Geologie sowohl der  konventionelle Sprengvortrieb, als auch der Vortrieb mittels Tunnelbohrmaschine zum Tragen. Etwas östlich des Bahnhofs Imst quert der Triebwasserstollen den Inn rund 15 m unter der Flusssohle.