FAQ

FAQ - Fragen und Antworten

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Speicher Finstertal

Projekt

Was passiert mit den Tieren im Längental?

Eine Beeinträchtigung von Tieren ist nur in den Baustellenbereichen gegeben. Aus diesem Grund werden auch Kleintiere wie Molche, Frösche, etc. vor Baubeginn gesammelt und außerhalb des Baustellenbereichs wieder ausgesetzt. Dazu werden entsprechend geeignete Lebensräume wie Biotope im Rahmen der Vorarbeiten seit Herbst 2019 eingerichtet. Ebenso werden Schutzzäune errichtet sowie Ameisenhügel umgesiedelt.

Welche Ausgleichsmaßnahmen werden vorgenommen?

Es werden viele verschiedene Ausgleichsmaßnahmen für jeweils unterschiedliche Auswirkungen gesetzt. 
So werden etwa gewässerökologische Maßnahmen zur Verbesserung des Lebensraums für Fische und andere Lebewesen in und an Gewässern durchgeführt. Beispielsweise wird der Inn an mehreren Stellen zwischen Stams und Rietz aufgeweitet und eine natürliche dynamische Entwicklung ermöglicht. An mehreren Stellen werden die Mündungsbereiche von Seitenbächen umgestaltet, sodass Fische wieder vom Inn in diese Gewässer wandern können. In Langkampfen wird ein 3 ha großes Gebiet renaturiert, um die Entwicklung und Erweiterung der dortigen Innauen zu ermöglichen. Neben umfangreichen Maßnahmen am Tiroler Hauptgewässer sind auch eine Reihe weiterer gewässerökologischer Verbesserungen und Rentaurierungen an der Ötztaler Ache und an Bächen im Stubaital und Sulztal vorgesehen.

Um auch Eingriffe in den Naturhaushalt bestmöglich auszugleichen, werden z.B. auch neue Biotope für Amphibien geschaffen, Feuchtlebensräume renaturiert und wertvolle Böden und Pflanzen erhalten. Darüber hinaus sind auch umfangreiche Wald- und Almverbesserungsmaßnahmen zum Ausgleich für Eingriffe in landwirtschaftliche Flächen vorgesehen.

Wann ist das Kraftwerk fertiggestellt und kann frühestens Energie erzeugen?

Der Beginn der Hauptbauarbeiten ist für Frühjahr 2021 vorgesehen. Bei einem plangemäßen Verlauf wird das Kraftwerk im Sommer 2026 in Betrieb gehen und Strom erzeugen können. Die Fertigstellung der gesamten Anlage ist bis Ende 2026 vorgesehen.

Energie

Wie viel Energie kann durch das Erweiterungsprojekt erzeugt werden?

Seit der Eröffnung der Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz 1981 produzieren die Kraftwerke Kühtai und Silz mit den beiden Speichern Finstertal und Längental jährlich 531 Mio. Kilowattstunden (kWh) sauberen und CO2-freien Strom aus natürlichem Zufluss. Mit dem Erweiterungsprojekt können 216 Mio. kWh Strom pro Jahr ebenfalls allein aus natürlichem Zufluss zusätzlich erzeugt werden.

Kann die erzeugte Energie bei niedrigem Bedarf gespeichert werden?

Speicherseen sind die effizienteste Lösung, überschüssig produzierten Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu speichern – im Pumpbetrieb kann das Kraftwerk Kühtai 2 des Erweiterungsprojekts Wasser vom tiefergelegenen Speicher Kühtai in den Finstertalspeicher hochpumpen, um es bei späterem Bedarf im Turbinenbetrieb für die Stromerzeugung zu verwenden. Auf diese Weise kann auch Energie aus den produktionsstarken Sommermonaten in die nachfragestärkeren Wintermonate „verlagert“ werden.

Wird Strom aus nicht erneuerbaren Quellen "rein gewaschen"?

Nein, das Pumpspeicherkraftwerk Kühtai 2 wird nur zertifizierten Strom aus erneuerbaren Quellen für den Pumpbetrieb nutzen und somit die Speicherung der Energie aus anderen erneuerbaren Quellen, wie Sonne und Wind, ermöglichen.
Dabei sind auch die gesetzlichen Regelungen interessant: Kraftwerksbetreiber sind verpflichtet, die Herkunft des gesamten in Pumpspeicherkraftwerken verwendeten Stroms nachzuweisen. Die Einhaltung dieser Verpflichtung und die Richtigkeit der Nachweise wird von der E-Control Austria überwacht.
Beim bestehenden Pumpspeicherkraftwerk Kühtai ist schon seit Jahren der gesamte benötigte Strom für das Pumpen mit Herkunftsnachweisen ausschließlich aus erneuerbaren Quellen belegt.
Auch für das neue Pumpspeicherkraftwerk Kühtai 2 ist nur der Einsatz von Strom mit Herkunftsnachweisen aus erneuerbaren Quellen vorgesehen.

Wasserkraft

Ist das Wasser nach der Stromerzeugung verschmutzt?

Nein! Nachdem das Wasser in den Kraftwerken die Turbinen angetrieben hat, wird es ohne Veränderung der Qualität und gleich sauber wie vorher wieder vollständig zurückgegeben.

Ist Wasserkraft saubere/erneuerbare Energie?

Etwa 2/3 der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt. In einem ständigen Kreislauf fließt es in Bächen und Flüssen ins Tal, bis es schließlich die Ozeane erreicht, durch die Kraft der Sonne verdunstet, aufsteigt und als Niederschlag in Form von Regen und Schnee wieder vom Himmel fällt. Wasser ist somit eine unerschöpfliche Quelle an erneuerbarer Energie, die der Mensch seit Jahrtausenden für sich nutzt. Dabei entstehen keine Rückstände und die Nutzung von Wasser für die Kraftwerke der TIWAG geschieht nur in einem ökologisch vertretbarem Ausmaß.

Erleben

Kann ich die Baustelle besichtigen?

Aktuell sind leider Covid19 bedingt keine Besichtigungen vor Ort möglich.

Sobald sich diese Bedingungen wieder ändern, besteht die Möglichkeit, im Besucherzentrum Silz Einblicke in den Baubetrieb zu erhalten. Ein direkter Besuch der Baustelle ist sicherheitsbedingt nur eingeschränkt und nach Anmeldung möglich. Es wird aber einmal im Jahr einen Tag der offenen Tür auf der Baustelle geben.

 

Wo finde ich weitere Informationen zur TIWAG?

Informationen über die TIWAG erhalten Sie telefonisch unter den Nummer 0800 / 818 819 sowie im Internet unter www.tiwag.at